Damen I mit fünf Siegen in Serie am Ende auf Platz Fünf

Unterschiedlicher könnten die Bilder nicht sein, am 16. Dezember in Rehling befanden sich Merings Damen I nach der schwächsten Leistung der Saison und der daraus resultierenden Niederlage gegen die Gastgeberinnen am absoluten Tiefpunkt. Frust und Enttäuschung machten sich breit, es war klar, dass in der Rückrunde einiges anders laufen müsste.
Drei Monate später, Ende März, wieder in Rehling, strahlende Gesichter, große Freude und Jubelarien, nach einer großen Leistungssteigerung in diesem Jahr konnten die Mädels am letzten Spieltag mit zwei weiteren Siegen, und damit insgesamt fünf in Serie, alle Sorgen der Saison vergessen machen und schließlich mit dem fünften Tabellenplatz souverän die Klasse halten.
Dabei war das letzte Spiel, gegen den Dritten Friedberg IV, nochmal ein richtiges Highlight.

Doch zunächst ging es gegen die Gastgeberinnen, und da gab es ja noch einiges gutzumachen.
Und genauso starteten die Meringer Mädels auch ins Spiel, kein Vergleich mehr zur Leistung im Hinspiel. Sie gaben von Anfang an Gas und setzten ihre Gegnerinnen immer wieder mit ihren guten Aufschlägen und starken Angriffen unter Druck und holten sich ohne Problem den ersten Durchgang (25:15).
Auch auf der schlechten Hallenseite ließen sie sich diesmal nicht aus ihrem Rhythmus bringen und zogen ihr Spiel souverän durch (25:18).
Den einzigen Durchhänger gab es erst am Ende des dritten Satzes, als sie den Fuß ein bisschen vom Gas genommen hatten und auch das Publikum nochmal hoffen ließen. Doch am Ende brachten sie den klaren Sieg ins Ziel (25:22).
Mit diesem Sieg war auch die allerletzte rechnerische Möglichkeit, doch noch in die Abstiegsrelegation zu rutschen, endgültig ausgeräumt.

So konnten die Meringer Damen ohne großen Druck in das Saisonfinale gegen Friedberg IV gehen, und es sollte eine richtig schöne und spannende Partie zum Abschluss werden.
Der Start verlief allerdings noch nicht so vielversprechend, etwas zu locker gingen sie in den ersten Satz. Wegen vieler einfacher Fehler, gerade auch beim Aufschlag, „verdienten“ sie sich einen Rückstand von mehreren Punkten. Doch sie nahmen in der Folge wieder Fahrt auf und kamen immer besser ins Spiel, auch die schlechte Seite machte ihnen wieder nicht so sehr zu schaffen, auch wenn sie natürlich immer ein Nachteil in der Rehlinger Halle ist. Trotz Leistungssteigerung schafften die Mädels es aber leider nicht mehr, den schwachen Start auszugleichen (20:25).
Allerdings nahmen sie den Schwung auf die andere Seite mit und konnten sich durch druckvolle Aufschläge und Angriffe Mitte des zweiten Durchgangs weit absetzen. Unnötig spannend wurde es dann doch noch, als sie bei einigen starken Aufschlägen einer gegnerischen Spielerin mit dem einen oder anderen Annahmeproblem zu hadern hatten. Sie zeigten allerdings Nervenstärke und erkämpften sich den verdienten Ausgleich (25:22).
Eine größere Schwächephase gab es dann Mitte des dritten Satzes, die Mädels kamen nicht mehr zu ihrem Spiel. Es gab zu wenig Bewegung, was zu Problemen gerade beim ersten Ball auf der niedrigen Seite führte. Die Fehlerquote erhöhte sich und es fiel nun auch mal ein Ball zu leicht auf den Boden. Nach zwei Wechseln überwanden sie aber dieses Tief und zeigten wieder einige gelungene Aktionen, was natürlich für den weiteren Spielverlauf wichtig war, für diesen Satz allerdings keine Auswirkungen mehr hatte (15:25).
Richtig spannend und schön anzuschauen wurde es dann wieder im vierten Durchgang. Die Meringer Damen gaben nochmal alles und stemmten sich gegen die drohende Niederlage. Sie spielten gut mit, lagen aber lange Zeit hinten. In der Crunchtime bewiesen sie jedoch erneut Nervenstärke und drehten die Partie (25:22).
Nun war also klar, das Saisonfinale musste durch den Tiebreak entschieden werden, und die Meringer Mädels ließen keinen Zweifel daran, dass sie diesen Sieg zum Abschluss unbedingt haben wollten. Sie nahmen erneut den Schwung mit und starteten furios in den letzten Abschnitt. Mit großartiger Stimmung und vielen starken Spielaktionen holten sie sich einen Punkt nach dem anderen und ließen ihre Gegnerinnen überhaupt nicht mehr ins Spiel kommen. Schließlich machten sie ganz klar den Sack zu (15:6) und durften einen mehr als gelungenen Saisonabschluss feiern.

Es war eine weite Reise für die Meringer Damen I nach dem ersten größeren Umbruch vor der Saison, doch sie haben es geschafft sich in der Rückrunde gewaltig zu steigern. Gerade die Siegesserie am Ende zeigt deutlich, zu was sie nun in der Lage sind. Der fünfte Tabellenplatz ist ein gelungener Abschluss einer schlussendlich guten Saison.

Es spielten für die TVM-Damen I: Hannah Endraß, Sarah Heinrich, Laura Hemm, Christiane Leitmeir, Katharina Löffler, Hannah Miserre, Paula Schlickenrieder, Ellen Schmid, Jenny Weipert